Wasserstoff in Südtirol – quo vadis 

Wasserstoff wird in klima- und energiepolitischen Debatten kontrovers diskutiert. Auch in Südtirol ist das Thema Wasserstoff aktuell sehr präsent, vor allem, weil bald 20 Mio € in ein neues Wasserstoffzentrum investiert werden. 

  • Wasserstoff (H2) ist in der Natur nur in geringem Maße vorhanden , . In der Regel muss er deshalb  über energieintensive chemische Prozesse produziert werden. Da er durch Reaktion (z. B. bei der Verbrennung)  mit Sauerstoff (O2), beispielhaft aus der Luft, zu harmlosem Wasser oxidiert und dabei die bei seiner Produktion zugefügten Energie wieder freisetzt, kann er als Energiespeicher verwendet werden.
  • Wasserstoff wird aktuell in größerem Maßstab für Industrieprozesse benötigt und überwiegend aus Erdgas mittels Dampfreformierung produziert. Dabei wird für den Prozess Erdgas und dessen gespeicherte Energie genutzt. Es entsteht als Nebenprodukt Kohlendioxid (CO2), das in die Atmosphäre emitiert wird und somit als Treibhausgas wirkt. Der so produzierte Wasserstoff wird daher als “grauer Wasserstoff” bezeichnet.
  • Wasserstoff kann zudem mittels elektrischer Energie durch Elektrolyseure direkt aus Wasser produziert werden, wobei als Nebenprodukt nur harmloser Sauerstoff (O2) entsteht. Sofern die elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen stammt, ist diese Umwandlung klimaneutral und wird  als “grünen Wasserstoff” bezeichnet.
  • Eine klassische Verbrennung beispielhaft in einem Großkraftwerk zur Stromproduktion, mit Verlusten von rund 40-60%.
  • Mittels Brennstoffzellen, die beim aktuellen Entwicklungsstand ebenfalls rund 30-40% Verluste aufweisen. Insgesamt betragen daher auch in diesem Fall die Verluste von der Produktion des Wasserstoffs bis zur Verwendung der gespeicherten Energie 50-70%.

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Weiterführende Informationen

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Der Standard

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